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Methodik

ECBE bietet eine detaillierte und mehrdimensionale Auswertung der Befragungsergebnisse. Dadurch erhält der Aufsichtsrat nicht nur einen deskriptiven Eindruck von den Ergebnissen der Selbstevaluierung, sondern kann die Ergebnisse besser einordnen und mögliche Handlungsimplikationen ableiten.


I. Best-Practice-Matrix

Die Best-Practice-Matrix liefert eine perfekte Zusammenfassung für den Aufsichtsrat. Die Gegenüberstellung von Bewertung und Konsens stellt das Antwortverhalten über alle Fragen aggregiert dar. Dadurch wird aufgezeigt, in welchen Feldern der Gremienarbeit Handlungs-, Diskussions- oder Informationsbedarf besteht.


II. Bildung von Vergleichsnormen

Die Evaluierungspraxis zeigt, dass Kontrollgremien typischerweise robuste Referenzpunkte zur Einordnung der eigenen Ergebnisse fehlen. In der Konsequenz werden Resultate durch Gremienmitglieder über- oder unterbewertet. Die Gefahr falscher Schlüsse ist hoch. Daher können zur Einordnung Vergleichsnormen herangezogen werden. Durch den vergleichenden Blick auf die Ergebnisse der definierten Peer Group kann das Gremium die eigene Arbeitsweise besser reflektieren. Die methodische Vorgehensweise der Peer-Group-Bildung basiert dabei nicht auf einer Liste von Unternehmen. Vielmehr ist die Ableitung der Normen auf Basis von verschiedenen Gremien- sowie Unternehmenscharakteristiken notwendig, die mittels statistischer Methoden ausgewertet und systematisiert werden


III. Ergebnisse im Zeitverlauf

Eine regelmäßige Durchführung der Gremienevaluierung mit detaillierter und mehrdimensionaler Auswertung hat, gerade vor dem Hintergrund der sich stetig ändernden Zusammensetzung von Aufsichts- und Verwaltungsgremien, zahlreiche Vorteile. Zum einen können kontinuierlich ergänzte regulatorische Anforderungen aufgegriffen werden, damit die Gremienmitglieder ihre zunehmende Aufgaben- und Verantwortungsfülle sowie notwendige Qualifizierungen reflektieren. Des Weiteren schafft die Gegenüberstellung aktueller Befragungsergebnisse mit jenen aus den Vorjahren eine wirkungsvolle Auswertungsdimension, die dem Gremium die eigene Entwicklung in der Gremienarbeit verdeutlicht. Die vergleichende Betrachtung identifiziert Fort- oder im Zweifel auch Rückschritte und stellt fest, ob und mit welchen Ergebnissen bereits früher identifizierte Handlungsfelder und Verbesserungspotenziale adressiert wurden.